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Forschung rund um den Strassenbau

7. Internationale EATA-Konferenz in der Schweiz

Die Empa war dieses Jahr Gastgeberin der alle zwei Jahre stattfindenden Konferenz der «European Asphalt Technology Association» (EATA). Vom 12. bis 14. Juni traffen sich rund 200 Teilnehmende erstmals in der Schweiz. Dabei dreht sich alles um Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Asphalttechnologie und deren Nachhaltigkeit.

Remigius Nideröst

Die «European Asphalt Technology Association» (EATA) ist eine seit 2004 bestehende informelle Organisation europäischer Ingenieure und Wissenschaftler, die an der Erforschung und Entwicklung von Technologien rund um das Thema Asphalt interessiert sind. Alle zwei Jahre gibt ihnen die Konferenz Gelegenheit, sich über neuste Technologien und Trends in der Asphaltforschung auszutauschen. An der Tagung vom 12. bis 14. Juni trafen sich rund 200 internationale Expertinnen und Experten, um sich über vielfältige Aspekte auf ihrem Fachgebiet zu orientieren. Konkret sind das etwa: die Dauerhaftigkeit von Belägen und bitumenhaltigen Bindemitteln, Umweltaspekte, Asphaltrecycling, strukturelle Charakterisierung und Dimensionierung, innovative Beläge, Schädigung, Alterung und Leistungsfähigkeit von Belägen sowie Strassenerhaltung.

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Neue Vergärungsanlage der KEWU AG offiziell eingeweiht

Strom aus Bioabfall

Die KEWU AG weihte am 09.06 ihre neue Vergärungsanlage offiziell ein. Sie feierte den Anlass am Samstag, 10. Juni 2017 mit einem Tag der offenen Tür für die ganze Bevölkerung. Die Vergärungsanlage, die Anfang Jahr den Betrieb aufgenommen hat, produziert aus Garten-, Rüst- und Speiseabfällen aus den 13 KEWU-Gemeinden ökologischen Strom. Neben der Vergärungsanlage betreibt die KEWU AG ein Kompostierwerk und eine Deponie.

Die KEWU AG – ein Unternehmen von 13 Gemeinden in der Agglomeration Bern – hat zu Jahresbeginn eine Vergärungsanlage in Betrieb genommen. Die neue Anlage produziert aus Bioabfall ökologischen Strom und nutzbare Wärme. Für die Stromproduktion werden seit dem 1. Januar 2017 nebst Garten- und Rüstabfällen auch energiereiche Speisereste aus den Haushalten der 13 KEWU-Gemeinden mit dem Grüngut mitgesammelt und in der Vergärungsanlage verwertet. Nach der Vergärung und Stromproduktion wird die verbliebene Biomasse (das Gärgut) in der bestehenden Kompostieranlage nachkompostiert und schliesst als wertvoller Dünger und Bodenverbesserer den Stoffkreislauf.

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VaSo – eine umwälzende Idee.

Die Firma Umwelttauchservice hat sich schon seit Jahren einen Namen auf dem Gebiet der Klärwerkstaucherei gemacht. Nun starten sie mit ihrem innovativen Produkt «VaSo».

VaSo soll ab Ende 2017 in Serienbetrieb gehen.
Beim Betauchen von Faultürmen kam man zur Erkenntnis, dass gängige Umwälzsysteme entweder mechanisch sehr komplex und serviceintensiv oder ineffektiv sind.

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Mikroverunreinigungen verursachen ökologischen Stress

Über das gereinigte Abwasser gelangen Mikroverunreinigungen aus den Kläranlagen in Bäche und Flüsse. Sie scheinen nicht nur einzelne Arten zu beeinträchtigen, sondern die Funktion der Wasserökosysteme, etwa den Laubabbau, zu verändern. Das zeigt ein Forschungsprojekt, das die Eawag im Rahmen des Ausbaus ausgewählter Schweizer ARA zur Reduktion der Belastung lanciert hat. Die technische Aufrüstung der ersten Kläranlagen zeigt bereits Wirkung.

Sei es in Medikamenten, Kosmetika, Reinigungsmitteln oder Industriechemikalien – in unzähligen Produkten kommen hierzulande täglich über 30’000 chemische Wirkstoffe zum Einsatz. Viele gelangen via Kläranlagen in die Gewässer und können die Lebewesen und das Trinkwasser beeinträchtigen. Um solche Mikroverunreinigungen aus dem Abwasser zu entfernen, rüstet die Schweiz in den kommenden Jahren gezielt rund hundert Kläranlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe aus.
Forschende der Eawag und des Oekotoxzentrums Eawag-EPFL begleiten den Ausbau wissenschaftlich. «Wir haben die einmalige Gelegenheit, quasi in Echtzeit zu erforschen, wie sich die Reduktion der Mikroverunreinigungen auf die aquatischen Ökosysteme auswirkt», erklärt Projektleiter Christian Stamm. In einer ersten Phase haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun den chemischen und biologischen Ist-Zustand vor der Aufrüstung der Kläranlagen erfasst. «Wir wollten zudem herausfinden, wie sich die Mikroverunreinigungen aus gereinigtem Abwasser auf die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaften und die Funktion von Flussökosystemen auswirkt», erklärt Stamm. «Hier bestehen noch erhebliche Wissenslücken.»

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Stand Restwasser 2016: Ein Viertel der Wasserfassungen noch immer nicht saniert

Gemäss Gewässerschutzgesetz hätten die Kantone bis Ende 2012 alle Restwasserstrecken unterhalb von Wasserentnahmen, die vor 1992 bewilligt wurden, sanieren müssen. Lediglich sieben Kantone haben bis heute die gesetzlichen Vorgaben aus dem Jahr 1992 vollständig umgesetzt. Im Interesse der Fliessgewässer und der davon abhängenden Lebensräume und -gemeinschaften fordert der Bund die zuständigen Behörden erneut auf, die Sanierungen möglichst rasch abzuschliessen.

Ausreichendes Restwasser unterhalb von Wasserkraftwerken ist nötig, um die vielfältigen, natürlichen Funktionen der Gewässer zu gewährleisten: Sei es als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Landschaftselement oder zur Speisung von Grundwasser. Vier Jahre nach Ablauf der gesetzlichen Frist (siehe Kasten) sind erst drei Viertel der Fassungen von Wasserkraftwerken saniert. Es stehen immer noch 250 von rund 1000 notwendigen Sanierungen aus. Dies geht aus einer weiteren Umfrage des Bundesamts für Umwelt BAFU bei den Kantonen hervor, die für die Umsetzung des Gewässerschutzgesetzes zuständig sind.

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