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Mit Aargauer Innovationen in die Schweizer Energiezukunft

Gut besuchter Energieanlass 2021 des Hightech Zentrums Aargau

Das Hightech Zentrum Aargau legte den Fokus des diesjährigen Energieanlasses auf die Energiezukunft. Die Umsetzung der Energiestrategie 2050 stellt eine anspruchsvolle Herausforderung dar. Der Aargau hat viel zu bieten an innovativen Lösungen zur notwendigen Dekarbonisierung.
 
Für den Schwerpunkt Energietechnologien und Ressourceneffizienz des Hightech Zentrums Aargau (HTZ) lag die Themenwahl für den Energieanlass 2021 in Brugg auf der Hand: Die Energiestrategie 2050 und konkrete Beiträge der Wirtschaft zum Umbau des Energiesystems. Gastgeber Dr. Peter Morf, Leiter  Energietechnologien und Ressourceneffizienz des HTZ, betonte: «Der Umbau des Energiesystems, hin zu einer vollständig dekarbonisierten Energiebereitstellung, muss jetzt engagiert angegangen werden, damit sich heutige und künftige Innovationen ausbilden und auch wirklich durchsetzen können.» Morf begrüsste im Technopark Aargau 120 Gäste, welche den ganztägigen Informationsanlass auch für ihr Networking nutzten. 
 

Starke Beschleunigung nötig 

Lanciert wurde der HTZ-Energieanlass 2021 von Dr. Almut Kirchner, Direktorin der Prognos AG. Sie bot eine Auslegeordnung zu den «Energieperspektiven 2050+». Um das Ziel einer klimaneutralen Schweiz («Netto-Null») bis 2050 auch wirklich zu erreichen, ist eine massive Beschleunigung des 2017 politisch beschlossenen Systemumbaus erforderlich. Gemäss Szenarienrechnungen werden sich bis 2050 Restemissionen nicht vermeiden lassen. Diese fallen vor allem in der Landwirtschaft an, in industriellen Prozessen (u.a. bei der Zementproduktion) und bei der Kehrichtverwertung. Erreichen lässt sich die Null in der Bilanz nur durch den Einsatz von CCS (CO2-Abscheidung an Anlagen und -Speicherung) und NET (Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre, hauptsächlich durch Biomassenutzung). 
 
Dr. Peter Morf, Schwerpunktleiter im HTZ führte durch den gut besuchten Netzwerkanlass, der zeigte, dass der Aargau viel an innovativen Lösungen zur notwendigen Dekarbonisierung zu bieten hat. Bild: HZA
 

Energieeffizienz wird zentral 

Prognos-Direktorin Almut Kirchner betonte, dass Energieeffizienz eine zentrale Voraussetzung für die Zielerreichung darstellt: Sie erleichtert den Systemumbau und verringert die Auslandabhängigkeit. Strom wird zum Hauptenergieträger für Wärme (Gebäude) und Mobilität. Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen sind effiziente und kostengünstige Alternativen zu konventionellen Verbrennungsmotoren und Heizsystemen. Die Potenziale für erneuerbare Energien müssen stark ausgenutzt werden. Letztlich sei eine «massive Steuerung» zwingend. 
 

Mehr Solarenergie im Aargau 

Im Aargau ist ein starker Zubau vor allem im Bereich der Solarenergie nötig, wie Adrian Fahrni, Leiter Abteilung Energie beim Kanton Aargau, ausführte. Er erinnerte daran, dass die Dekarbonisierung des Gebäudesektors im Aargau zu langsam voranschreite und der Ausbau der neuen Erneuerbaren Energien beschleunigt werden müsse. Mit der forcierten Expansion der Photovoltaik leiste der Kanton Aargau seinen Beitrag zum Ziel Netto-Null bis 2050, aber die Installationsraten müssten schnell erhöht werden. 
 
Dr. Almut Kirchner, Direktorin der Prognos AG, bot eine Auslegeordnung zu den «Energieperspektiven 2050+». Bild: HZA
 

Stakeholder früh ins Boot holen 

In ihrem Impulsreferat setzte sich Dr. Ruth Schmitt mit Voraussetzungen für die 
Umsetzung der Energiestrategie auseinander. Prof. Schmitt ist Leiterin des Instituts für Geistes- und Sozialwissenschaften der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW in Brugg-Windisch. Sie zeigte auf, dass es für die erfolgreiche Realisierung von komplexen Energieprojekten entscheidend ist, so früh wie möglich sämtliche Stakeholder einzubeziehen. Schwerpunkte sind oftmals der Wissensaufbau und Übersetzungsarbeit. 
 

Innovation «made im Aargau» 

Am jüngsten HTZ-Energieanlass präsentierten 12 Unternehmen aus dem Aargau ihre Lösungen, die zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 beitragen oder dies noch tun könnten. Etliche unter ihnen haben im Rahmen von Forschungsprojekten erfolgreich mit dem HTZ zusammengearbeitet; einige wurden vom Forschungsfonds Aargau bei ihren Innovationsprojekten unterstützt. Nachfolgend die teilnehmenden Unternehmen: 
 
Alporit AG, Boswil 
Beetron SA, Buchs 
Crosstown Power GmbH, Baden 
EWS Energie AG, Reinach 
IBB Energie AG, Brugg 
Recycling Energie AG, Nesselnbach 
Solar Manager AG, Muri 
Solarmarkt GmbH, Aarau 
Stahlton Bauteile AG, Frick 
SWL Energie AG, Lenzburg 
Virtual Global Trading AG, Aarau 
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