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Haushaltskunststoffe - viel zu schade, um nur zu verbrennen

Bereits vor vier Jahren haben erste Thurgauer Gemeinden das Recyclingsystem «Green Plastics» erfolgreich eingeführt. Ziel ist die konkrete Umsetzung dieses einheitlichen Konzeptes zur nachhaltigen Kreislaufführung in der Schweiz: Kunststoffabfälle werden nicht mehr als Abfallprodukte behandelt, sondern als Roh- bzw. Wertstoffe mittels Recycling in den Stoffkreislauf zurückgeführt. Dies führt zu mehr landeseigenen Ressourcen, mehr Arbeitsplätzen und weniger Emissionen.

Das Recyclingsystem «Green Plastics» wurde mit dem Anerkennungspreis Zurich Klimapreis 2014 und für das Engagement im Bereich Ethik, der sozialen Verantwortung und der nachhaltigen Entwicklung mit dem Schweizer Ethikpreis 2015 ausgezeichnet. Die permanente Ausstellung und Förderung durch die Umweltarena Schweiz ab 2016 ist ein weiterer Verdienst für die erfolgreiche Initiative.

Hauptsächlich Familienhaushalte profitieren vom Kunststoffrecycling. Unter dem Strich zahlen diese für die gleiche Abfallmenge insgesamt weniger Abfallgebühren. Haushaltkunststoffe sind sehr leicht, beanspruchen aber mindestens die Hälfte des Kehrichtvolumens. Kunststoff-Recycling und Nachhaltigkeit stehen also nicht im Widerspruch zu wirtschaftlichem Erfolg. Das Recyclingsystem erfüllt mitunter den allgemeinen Grundsatz der Schweizer Abfallwirtschaft: Abfälle vermindern – verwerten – entsorgen.

Haushaltskunststoffe

Mindestens 50% des gesammelten Haushaltkunststoffes muss in den Recyclingkreislauf zurückgeführt und wiederverwertet werden, damit nebst dem ökologischen Mehrwert auch die Wirtschaftlichkeit gegeben ist. Sammelfraktionen, Logistik und Sortiereffizienz müssen aufeinander abgestimmt sein und sind auch zukünftig die wichtigen Faktoren für ein nachhaltiges und ökoeffizientes Recyclingsystem. Die Wiederverwertung bzw. stoffliche Verwertung sämtlicher Haushaltkunststoffe ist ein neuer Prozess, der in einen funktionierenden und nachhaltigen Stoffkreislauf mündet. Der ökologische Gewinn des Stoffkreislaufs ist einfach nachvollziehbar: Die gesamte graue Energie des Kunststoffes wird genutzt und es fallen die Erdölförderung, der Raffinerieprozess und der Transport komplett weg. Weiter entfällt die für die Kunststoffherstellung benötigte Erdölmenge. Eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 40% kann nicht alleine durch die Energiewende gelingen. Das Recyclingsystem «Green Plastics» liefert zukünftig einen wesentlichen Beitrag dazu.

Regranulat

Das Recyclingsystem ist verursachergerecht und kostenneutral für Gemeinden und Städte. Die eingeführte flächendeckende Hohlkörpersammlung des Handels und die Sammlung von Haushaltkunststoffen sind nicht nur widerspruchsfrei möglich, sondern ergänzen sich ideal - dies zeigt uns die Praxis. Die Wiederverwertung von Haushaltkunststoffen ist fester Bestandteil einer zukunftsgerichteten und nachhaltigen Abfallpolitik ganz im Sinne der Schweizer Klima- und Ressourcenpolitik. Für eine verursachergerechte und kostenneutrale Abfallverwertung braucht es keine vorgezogene Finanzierungslösung, wenn mit rezyklierten Wertstoffen neue hochwertige Produkte entstehen und damit eine ausreichend hohe Wertschöpfung generiert wird. Kunststoff ist ein edles Material mit grenzenlosen Einsatzmöglichkeiten und gehört deshalb nicht mehr in den Kehricht.
Sammeln darum auch Sie Haushaltskunststoffe mit, um künftigen Generationen alternative Rohstoffquellen zu überlassen, statt Abfallberge!

Endprodukte

 

InnoRecycling AG
Hörnlistrasse 1
8360 Eschlikon TG
Tel. 071 973 70 80
Fax 071 973 70 91
www.innorecycling.ch

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